BSE-gefährdete
Fleischprodukte werden vom Markt genommen
Die betroffenen Händler und
Hersteller begannen nach Angaben des
Gesundheitsministeriums eine weit reichende Rückrufaktion. Der Rückruf
betreffe auch Waren, die in anderen Ländern in Verkehrgebracht
worden seien, hieß es in der Mitteilung. Alle
als BSE-gefährdet geltenden Wurstwaren sollten laut Bundesverband
der Deutschen Fleischwarenindustrie noch vor den Weihnachtstagen
aus dem Handel verschwinden.Verbandsgeschäftsführer
Thomas Vogelsang sagte nach Beratungen mit
Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums und großer Handelsketten
in Bonn, von den fraglichen Wurtprodukten hätten sich
ohnehin "nur sehr geringe Restmengen" noch im Handel befunden.Dabei
geht es um Waren, die vor dem 1. Oktober 2000 produziert wurden.
Diese seien bereits größtenteils am Donnerstag aus denRegalen
entfernt worden, sagte Vogelsang. Für
betroffene Produkte im europäischen Ausland und in Drittländern erwartet
der Bundesverband der deutschen Lebensmittelindustrie größere
Schwierigkeiten bei der Identifizierung der Waren als auf
dem deutschen Markt. Bundesgesundheitsministerin
Fischer hatte den Handel am Mittwoch aufgefordert,
vor dem 1. Oktober 2000 hergestellte Wurstartikel wie Koch-
und Brühwürste vom Markt zu nehmen, in denen möglicherweise
so genanntes Separatorenfleisch verarbeitet worden
sein könnte. Derartiges maschinell von der Wirbelsäule getrenntes Rindfleisch
gilt bei Experten als bedenklich, weil sich be iBSE-infizierten
Rindern die Krankheitserreger unter anderem im Rückenmark
konzentrieren. Für die zunächst geplante Eilverordnunghatte
es keine Rechtsgrundlage gegeben.