Fleischverbrauch stagniert
(ZMP) – Der Fleischverbrauch in Deutschland liegt seit Jahren bei gut 90 Kilogramm (brutto) pro Kopf der Bevölkerung. Viel Spielraum nach oben scheint es nicht mehr zu geben. Zwar legt Geflügelfleisch immer noch zu, bei anderen Fleischarten ist aber keine klare Tendenz auszumachen. Die in unserer Grafik erkennbaren Unterschiede im Schweinefleischverbrauch erklären sich vor allem mit Schwankungen bei Angebot und Preisen. Der Konsum von Rind- und Kalbfleisch war nach der ersten BSE-Krise 1996 spürbar gesunken, hatte sich seither aber wieder erholt.
Wegen der seit November 2000 neu entfachten BSE-Diskussion ist der Absatz nun erneut eingebrochen: Statt des erhofften Umsatzhöhepunktes vor Weihnachten verzeichneten die Anbieter einen drastischen Nachfragerückgang, der sich in der Jahresstatistik allerdings noch kaum niederschlägt. Erst im nächsten Jahr werden wir wissen, wie stark der Verbrauch von Rind- und Kalbfleisch gelitten hat und ob andere Fleischarten davon profitieren. (12/2000)