Hintergrundinformation zu BSE-Debatte im Bundestag
Agenda 2000 - Was die EU für Qualität und Umwelt tut
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Berlin (agrar.de) - Die Vertretung der Europäischen Kommission [1] inder Bundesrepublik Deutschland informiert anläßlich der BSE-Debatte imBundestag in einer Pressemeldung über die bereits bestehendenAgrar-Umweltprogramme im Rahmen der Agenda 2000:Mit den Reformen der Agenda 2000 wurden im Rahmen der GemeinsamenAgrarpolitik (GAP) mehrere neue Instrumente zur Förderung einerumweltgerechten Landwirtschaft geschaffen- Für Rindfleischerzeuger, die keine intensive Landwirtschaft betreiben(geringe Besatzdichte), wurde eine eigene Prämie zur Förderung derExtensivierung eingeführt.- Die Mitgliedstaaten müssen ökologische Mindestkriterien festlegen, diealle Landwirte einzuhalten haben. Landwirte, die sie nicht einhalten, könnenvon den Mitgliedstaaten durch Verringerung oder Aussetzung der direktenlandwirtschaftlichen Einkommensbeihilfen bestraft werden.- Für die Übernahme bestimmter ökologischer Aufgaben werden Landwirte mit'Agrarumweltzahlungen' belohnt. Diese Zahlungen entsprechen denEinkommensverlusten oder den aus dem freiwilligen Eingehen solcherVerpflichtungen folgenden höheren Erzeugungskosten. Mit der Agenda 2000wurden die EU-Mittel, die diesen Agrarumweltmaßnahmen gewidmet sind,deutlich angehoben. Aber es kann noch mehr getan werden.- Zu einem wesentlichen Teil vergüten die Agrarumweltmassnahmen die Vorteilefür die Umwelt, die sich aus dem ökologischen Landbau ergeben. EU-Mittelwerden dazu aufgewandt, landwirtschaftliche Betriebe in ökologische Betriebeumzuwandeln. Seit 1992 hat sich die Anzahl der ökologischen Betriebeverdoppelt und beträgt jetzt 105.657. Für die Zukunft wird ein weitererAnstieg erwartet.- In der Agenda 2000 sind ausserdem besondere zusaetzliche Hilfen (25 to 200Euro per Hektar) für Landwirte in benachteiligten Gebieten wie z.B. Bergenvorgesehen. Die Aufrechterhaltung einer umfassenden und fortgesetztenBodennutzung in der gesamten EU ist eine wichtige Voraussetzung für dieBewahrung ökologisch wertvoller Landschaften.- Die Mitgliedstaaten, die dies wünschen, können im Rahmen ihrer nationalenProgramme zur ländlichen Entwicklung für die Vermarktung von qualitativhochwertigen Erzeugnissen finanzielle Unterstützung gewähren. Links [1] http://www.eu-kommission.de http://www.agrar.de