Bayern stoppt Verkauf in zweitem Futtermittelwerk
München (vwd/AP) - Bayern hat ein zweites Futtermittelwerk wegen Verunreinigungen mit einem Verkaufsverbot belegt. Wie das Landwirtschaftsministerium in München am Freitag mitteilte, war das Werk bei Proben seit Dezember wiederholt aufgefallen. Das Unternehmen wurde verpflichtet, Händler und Bauern zu warnen, um die beanstandeten Chargen aus dem Verkehr zu ziehen. Die gesamte zukünftige Produktion werde vor der Auslieferung amtlich kontrolliert. Vor einer Woche hatte das Ministerium ein Kraftfutterwerk in Regensburg teilweise stillgelegt. Das Unternehmen kündigte - wie berichtet - Schadenersatz-Klage in Millionenhöhe an, weil nachträgliche amtliche Untersuchungen der öffentlichen Stilllegung die Grundlage entzogen hätten. Der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf forderte, den Export von Tiermehl aus Großbritannien zu verbieten. Die Praxis, zwar die Verfütterung von Tiermehl zu untersagen, aber die Ausfuhr zu erlauben, dürfe nicht fortgesetzt werden. In Bayern seien seit Anfang Dezember rund 8.000 t Tiermehl in Müllöfen verbrannt worden. vwd/19.1.2001/mi