Zahl der Rindviehhalter sank auf 218.400

 Bonn (vwd/AFP) - Die Zahl der Rindviehhalter in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 8.000 auf 218.400 gesunken. Wie die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn am Freitag mitteilte, sank nach Ergebniss der jüngsten Zählung vom November auch die Zahl der Milchkuhhalter. Sie verringerte sich deutlich um 14.000 oder 9,4 Prozent auf 135.000 Tiere. ZMP-Sprecher Karl-Dieter Wasmund betonte, dass die Abnahme "mit BSE überhaupt nichts zu tun hat". Vielmehr handele es sich um einen seit Jahrzehnten bekannten Trend, der sich allerdings in wirtschaftlich schlechten Zeiten mit niedrigen Preisen verstärke. Ob die mit der Tierseuche verbundenen Niedrigpreise für Rindfleisch ebenfalls das Höfesterben beschleunigen, werde sich laut Wasmund frühestens bei der nächsten Zählung im Frühjahr zeigen. Nach ZMP-Angaben nahm die Zahl der Rinder mit 1,2 Prozent im Vergleich zu den Höfen weniger deutlich ab. Demnach stieg der durchschnittliche Bestand um etwa zwei Tiere auf gut 66 Rinder je Hof. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland: im Westen leben 59 Tiere je Betrieb, im Osten sind es 165. Wie die jüngste Zählung ergab, sank bei den Schweinehaltern die Zahl der Höfe um 13.000 oder 9,5 Prozent deutlich auf 126.000. Im statistischen Durchschnitt hatte jeder Betrieb zuletzt 205 Schweine, im Westen waren es 186 Tiere, im Osten 523. vwd/19.1.2001/mi