Italien hebt Embargo gegen französische Rinder auf
Rom/Brüssel (vwd/AFP) - Italien hat sein wegen der BSE-Krise erlassenes einseitiges Embargo gegen französische Rinder aufgehoben. In den beiden vergangenen Monaten seien in Frankreich ausreichend Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung des Rinderwahns ergriffen worden, um einen vorbeugenden Verbraucherschutz zu garantieren, erklärte die Regierung in Rom. Die Europäische Kommission reagierte erleichtert. BSE kenne keine Grenzen, daher müsse der Rinderwahn auch EU-weit bekämpft werden, sagte die Sprecherin von EU-Gesundheitskommissar David Byrne, Beate Gminder, in Brüssel. Italien hatte im vergangenen November Einfuhren von über 18 Monate alten Rindern aus Frankreich gestoppt und eine Testpflicht für bereits nach Italien eingeführte Tiere dieser Altersgruppe verhängt. Bislang gibt es in Italien offiziell noch keinen BSE-Fall an einem einheimischen Rind. Auf Sizilien war 1994 Rinderwahn an zwei Tieren aus Großbritannien entdeckt worden. Die Brüsseler Kommission dringt darauf, dass alle einseitigen nationalen Schritte gegen BSE bald beendet werden. Beim Agrarministerrat im Dezember hatten mehrere Staaten die Aufhebung des Rindfleisch-Embargos gegen Frankreich in Aussicht gestellt. vwd/12.1.2001/mi