Die EU will
rund 625.000 t Rindfleisch vom Markt nehmen. Dazu sind die Interventionsbedingungen
gelockert. Allerdings will die EU nur 125.000 t intervenieren.
Das meiste (500.000 t ) will Brüssel über den Herauskauf und Vernichtung von
über 30 Monate alten Rindern erreichen.
Der Ankauf der alten Tiere soll am 1. Januar 2001 starten. Jedoch ist es wegen
der Weihnachtsfeiertage denkbar, dass da Programm erst später anlaufen kann.
Die Tiere müssten dann solange im Stall bleiben.
Der jeweilige Ankaufspreis ist wöchentlich zu ermitteln. In Deutschland wird
voraussichtlich die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) den
Ankaufspreis bekanntgeben. Er soll sich an den Marktpreisen der jeweils letzten
vier Wochen orientieren.
Die EU finanziert bis zu einem Betrag von rund 1030 DM für Kühe und 1235 DM
für Färsen 70 Prozent der Kosten. Bei durchschnittlichem Schlachtgewicht von
300 kg, wären dies bis zu 3,43 DM/kg SG pro Kuh und 4,94 DM/kg SG bei Färsen
(250 kg SG). Gegenwärtig liegen die Marktpreise wesentlich niedriger. Will Deutschland
einen höheren Preis bieten, muss Brüssel dies genehmigen. Der Bund hat aber
die höheren Kosten zu tragen. Auf eine Klassifizierung der Tiere will man wohl
verzichten.
Grundsätzlich muss sich der Landwirt vor der Schlachtung entscheiden, ob er
das Tier auf den Markt gibt oder ob er es vom Staat herauskaufen lässt. Allerdings
werden voraussichtlich nur bestimmte Schlachthöfe den Zuschlag erhalten. Die
Kosten für den Transport, Schlachtung und Vernichtung hat Deutschland zu tragen.
Allein bei der Vernichtung rechnet Berlin mit Kosten von 250 DM/t. Bei geplanten
400.000 Kühen, die man herauskaufen will kostet die Vernichtung alleine rund
60 Mio. DM.