Landwirten neue Perspektiven bieten

                  Das Sieben-Punkte-Programm zu den Konsequenzen aus der BSE-Krise für die

                  Landwirtschafts- und Umweltpolitik zur Vorbereitung der Agrar- und

                  Umweltministerkonferenz am 18. Januar in Berlin fordert eine grundlegende

                  Überprüfung und Anpassung der bisherigen Agrarpolitik. Die am gestrigen Freitag

                  bekannt gewordene Beschlussvorlage sieht vor, Belange des Verbraucher- und

                  Umweltschutzes stärker als bisher in die gemeinsame europäische und in die

                  nationale Agrarpolitik zu integrieren. Die Neuausrichtung sieht folgende sieben

                  Schwerpunkte vor:

                  - Verbrauchervertrauen zurückgewinnen;

                  - Ökolandbau zum Durchbruch verhelfen;

                  - natur- und umweltverträglich wirtschaften;

                  - eine neue EU-Agrarreform;

   - Perspektiven für die Landwirtschaft - vom Nahrungsproduzenten zum Dienstleister

                  für den ländlichen Raum;

                  - Agrarrecht entrümpeln sowie

                  - nachhaltige Landwirtschaft weltweit voran bringen.

                  Seitens der Landwirtschaftsministerien von Sachsen-Anhalt und Sachsen wurde

                  schon heftig Kritik an dem Papier geübt. Die Minister Konrad Keller (Sachsen-Anhalt)

                  und Steffen Flath (Sachsen) halten vor allem den Vorschlag, für Prämienzahlungen im

                  Tierbereich Obergrenzen einzuführen, für völlig unakzeptabel. (GH)