Fischler sagt Problemlösung bei Rinderprämiengewährung zu
Bonn, 8. Januar (bme) - Bundesernährungsminister Karl-Heinz Funke hat von
EU-Kommissar Franz Fischler im Dezember die Zusage erhalten, dass die durch
die BSE-Krise verursachten Probleme bei der Gewährung der Rinderprämien
gelöst werden. "Angesichts der großen wirtschaftlichen Probleme der Rinder
haltenden Betriebe wäre es fatal, wenn auch die Prämien gestrichen würden. Ich
begrüße deshalb die Zusage von Kommissar Fischler. Ich habe ihn gebeten, die
einschlägigen Rechtsvorschriften so schnell wie möglich anzupassen", so Funke
nach seinem Gespräch mit dem EU-Kommissar.
Die aktuellen Probleme entstehen dadurch, dass viele Rinder angesichts der stark
gesunkenen Nachfrage nicht mehr in diesem Jahr geschlachtet werden können. Für
diese Tiere kann deshalb in diesem Jahr die so genannte Sonderprämie nicht mehr
beantragt werden. Sie bleiben auf den Betrieben und erhöhen damit die
Besatzdichte, das heißt den Viehbestand pro Hektar Futterfläche, im nächsten Jahr.
Die Gewährung der Prämien hängt aber nach dem Gemeinschaftsrecht davon ab,
dass eine bestimmte Besatzdichte nicht überschritten wird. Wenn sie überschritten
wird, verliert der Landwirt den Anspruch auf die Sonderprämien für die Tiere, die
die Grenze überschreiten. Dies ist für einen Großteil der Tiere, die auf den
Betrieben über den Jahreswechsel hinaus verbleiben, zu befürchten.
Außerdem würde aus dem gleichen Grunde auch die Besatzdichte bei der
zusätzlichen Prämie für die extensive Haltung von Rindern überschritten mit der
Folge, dass die Extensivierungsprämie nicht gewährt werden könnte.
Quelle: bme